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TOFU

1 Jörg

Es gibt ja in Emails, Usenet etc. die Zitierstile TOFU und Inline Quoting, wie sie auch in diesem Wikipedia-Artikel erklärt sind:

http://de.wikipedia.org/wiki/TOFU

Bei TOFU werden die Texte inklusive Kopfdaten, Signaturen, Disklaimern etc. aller vorhergehenden Nachrichten also automatisch hinter den neuen Text geklatscht, beim Inline Quoting werden die Zitate manuell auf das Notwendigste gekürzt und die Antworten jeweils dahinter geschrieben.

In geschäftlichen Emails ist ja TOFU üblich, im Usenet, Webforen und Mailinglisten dagegen Inline Quoting eher angebracht. Wobei ich mich auch an eine Mailingliste erinnern, in der TOFU üblich war - das war echt grauenvoll ;)

Bei privaten Emails kann man wohl nach eigenem Gusto verfahren, wobei ich Inline Quoting verwende, soweit möglich. Es gibt auch unbedarfte Emailschreiber, die TOFU verwenden, weil die Technik eh schon zu kompliziert ist. Wo zieht ihr da die Grenze, gerade bei längeren Korrespondenzen? Oder ist euch der unleserliche, lange Rattenschwanz an Zitaten egal?

01.02.2009 18:25 | geändert: 01.02.2009 18:26

2 Rudy

In E-Mails ists mir sogar recht, die vorangegangenen Nachrichten darunter zu sehen. Wenn da wer herkommt und in meinen E-Mail-Text reinschreibt, finde ich das verwirrend. Wenn derjenige ein Zitat braucht, um seiner Anmerkung Sinn zu geben, sollte er den betreffenden Satz/Teil in seine Antwort kopieren. Eine gute Antwort in E-Mails benötigt aber mE keine Inline-Zitate.

In Foren mag ich Tofu nicht. Man hat ja den Thread vor sich. Inline-Zitate sind da in meinen Augen die beste Lösung. Am schlimmsten sind da mehrseitige Fullquotes am Anfang und irgendwo darunter ein Satz mit der Antwort. Das ist irgendwie affig, da muss man eine halbe Stunde scrollen um dann festzustellen, dass man sich das Lesen der Antwort auch ruhig hätte sparen können.

01.02.2009 19:07

3 Jörg

Wenn da wer herkommt und in meinen E-Mail-Text reinschreibt, finde ich das verwirrend.

Generell in E-Mail? Für mich waren die Übergänge schon fließend - wenn z.B. ein Gespräch in einem usenet-artigem Forum über E-Mail weitergeführt wurde - da hat man dann mit Inline-Quoting weitergeschrieben. Oder Mailingliste ist ja eigentlich auch E-Mail und dort empfand ich TOFU schon als sehr lästig.

In Foren mag ich Tofu nicht. Man hat ja den Thread vor sich.

Das ist aber ja nur in Boards wie z.B. in diesem Forum so - wie ist das für dich in usenet-artigen Foren wie z.B. in den heise-Foren?

03.02.2009 12:57

4 Gabi

Ich verwende normalerweise gekürzte Inline-Quotings und TOFU nur in den seltenen Ausnahmefällen, wo es einen Sinn macht.
Das sind AFAICS nur bestimmte geschäftliche E-Mails, zum Beispiel die erste Antwort auf Bestellungen.

TOFU finde ich in anderen Fällen nicht nur lästig, sondern direkt beleidigend. Entweder vermüllt der Absender rücksichtlos meine Mailbox oder er hält mich anscheinend für so verblödet, dass ich heute nicht mehr weiß, was ich gestern geschrieben habe.

03.02.2009 15:35

5 Jörg

Viele Absender kennen es ja gar nicht mehr anders, TOFU in E-Mails ist inzwischen in weiten Bereichen zur Normalität geworden. Ich denke TOFU hat sich auch so weit verbreitet, weil Inline Quoting schon etwas Übung braucht und diese Hürde v.a. von unbedarften PC-Nutzern nicht genommen wurde.

Und heute kennt kaum jemand noch das Usenet und Webforen mit Usenet-Charakter sind auch seltener geworden - früher gab es da eine einheitliche Zitierweise über verschiedene Internetdienste hinweg.

06.02.2009 09:35

6 Gabi

TOFU normalerweise zu vermeiden gebietet jedoch nicht nur das Usenet, sondern vor allem der gesunde Menschenverstand. Man wirft in diesem Fall ja auch keinen Müll auf die Straße, nur weil das zumindest bei uns in Berlin heute anscheinend auch schon keiner mehr anders kennt.

Ich denke, Inline-Quoting ist auch für den DAU intuitiv machbar. Wenn es zum Beispiel darum geht, fremde Bilder unerlaubt in eigene Artikel einzufügen, ist Copy & Paste schließlich auch noch für niemanden ein Problem gewesen.

Warum nicht auch beim Quoten einfach versuchen, mit gutem Beispiel voranzugehen?

Bei mir landen E-Mails mit Extrem-TOFU übrigens wie auch die ebenso lästigen "An alle" geschickten und dazu vielleicht auch noch geforwardeten E-Mails nicht selten im automatischen GMX-Spam-Filter. Und auch wenn nicht, verwende ich das als Erklärung, falls einer nachfragt, warum ich noch nicht oder erst so spät geantwortet habe. :o)

Spätestens dann hat nach meiner bisherigen Beobachtung nämlich fast immer plötzlich auch der starrsinnigste PC-Nutzer verstanden, warum Vermüllung nicht so praktisch ist und sich Disziplin lohnt - jedenfalls, wenn er von mir noch mal irgendwas will.

06.02.2009 18:33 | geändert: 06.02.2009 18:35

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