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Einnahmen/Verdienst steuerfrei?

(Zanox, Google & Co.)

1 User 510 (Ex-Mitglied)

Gibt es eigentlich eine Obergrenze für steuerfreie Einnahmen aus Adsense/Bannerwerbung?
Die Website ist nicht kommerziell, erzielt aber (gelegentlich auch höhere) Einnahmen.

Grund meiner Fragerei ist die im Profil angegebene Website.

18.03.2008 22:44 | geändert: 18.03.2008 22:45

2 Jörg

Hallo stralsunder,

schwierige Frage ;). Ich habe immer wieder von einer Grenze gelesen, bis zu welcher man privat Rechnungen schreiben kann, z.B. in dieser FAQ von mediengestalter.info aus dem Jahr 2005.

Man hat als Privatmann die Möglichkeit Rechnungen bis zu einer jährlichen Höchstgrenze von 720 € zu stellen.

Was wohl heißen soll, dass man sich darüber hinaus einen Gewerbeschein holen sollte? Vielleicht kann man dies auch auf Werbeeinnahmen übertragen? Ich wäre allerdings schon etwas vorsichtig mit solchen unbelegten und möglicherweise auch nicht mehr aktuellen Aussagen und würde im Zweifelsfall beim Steuerberater oder Finanzamt nachfragen.

Und die Frage, ob die Einnahmen versteuert werden, ist dann ja nochmal eine andere (die in der genannten FAQ aber auch angerissen wird)

18.03.2008 23:27 | geändert: 18.03.2008 23:28

3 User 510 (Ex-Mitglied)

Tja Jörg, das ist wohl ein schwieriges Thema...

Die Aussage vom Finanzamt war ernüchternd nichtssagend.
Man empfiehlt ein schriftliche Anfrage für den konkreten Einzelfall.

Der Steuerberater "meint", das Einnahmen aus nichtselbstständiger Arbeit (z.B. Einnahmen durch Klicks auf Banner) bis 256 Euro/ Jahr steuerfrei sind. Echt? Schreck!

Hat jemand diesbezüglich noch andere bzw. ähnliche Infos oder Meinungen?

Grund meiner Fragerei ist die im Profil angegebene Website.

19.03.2008 11:42

4 Käptn Blaubär

Ist schon klar, warum das F*i*n*a*n*z*a*m*t da so zurückhaltend ist (alles nur eine Meinungsäußerung, *keine* S*t*e*u*e*r*b*e*r*a*t*u*n*g):

Wenn Du dafür ein (neues oder gesondertes) Gewerbe anmeldest, mußt Du ja nicht nur Deine Einnahmen angeben, sondern kannst auch Deine Betriebsausgaben (Webhosting-Kosten, Telefon- und Internetzugangskosten, Abschreibung der verwendeten Hardware, sonst noch was?) in Abzug bringen. Da übersteigen die Ausgaben leicht die Einnahmen, und wenn Du zusätzlich noch andere Einnahmen hast, vermindert der Verlust Dein insgesamt zu v*e*r*s*t*e*u*e*r*n*d*e*s Einkommen.

Außerdem: wenn Du auf die Sonderregelung für Kleingewerbetreibende verzichtest, muß das F*i*n*a*n*z*a*m*t Dir die bezahlte V*o*r*s*t*e*u*e*r für Deine Betriebsausgaben erstatten.

19.03.2008 21:54

5 User 510 (Ex-Mitglied)

Mit dem Thema Gewerbe geht's ja schon los...
Die Website betreibe ich privat und nebenberuflich (mache hauptberuflich was völlig anderes, aber nicht selbstständig) und wollte ursprünglich nur meine Ausgaben (Domain, Webspace, Telefon etc.) decken.
Jetzt, da die Einnahmen steigen, muss man erstmal wissen, wo die Grenzen zwischen privat und gewerblich sind.
Dies ist ja dann auch für die steuer- und gewerberechtliche Würdigung maßgebend.
Wenn ich privat meine 1.000 Euro-Kamera bei eBay verkaufe unterstellt mir auch kein Mensch ein Gewerbe bzw.verlangt auf den Erlös Steuern. Tja... schwierig irgendwie.

Grund meiner Fragerei ist die im Profil angegebene Website.

21.03.2008 18:41

6 Käptn Blaubär

Jetzt, da die Einnahmen steigen, muss man erstmal wissen, wo die Grenzen zwischen privat und gewerblich sind.
Das weiß ich auch nicht. Und ich bezweifle, daß Du darauf eine Antwort kriegst.

Aber eins ist sicher: Als Privatmann kannst Du keine Webhosting- und Telefonkosten als Betriebsausgaben von der Steuer absetzen.

Das einzige Risiko, das Du bei einer Gewerbeanmeldung eingehst: Daß das F*i*n*a*n*z*a*m*t nach zwei Jahren, wenn Deine Einnahmen zu niedrig und Deine Ausgaben zu hoch sind, sagt: reine "Liebhaberei".

Alles nur meine völlig unmaßgebliche persönliche Meinung ;-)

21.03.2008 21:40

7 Gustafsson

Zitat von stralsunder
Wenn ich privat meine 1.000 Euro-Kamera bei eBay verkaufe unterstellt mir auch kein Mensch ein Gewerbe bzw.verlangt auf den Erlös Steuern.

Noch nicht, kommt aber noch... irgendwann ;-)

Die Frage ist doch, über welche Summen wir hier reden?

Klar ist, wenn Du ein Kleingewerbe nach §19 UstG anmeldest, musst Du Deinen Arbeitgeber darüber informieren (in der Regel gibt es da keine Probleme)

Wenn Du ein Kleingewerbe anmeldest, hast Du natürlich auch die dadurch resultierenden "Vorteile". Du kannst einiges steuermindernd geltend machen, so zum Beispiel Telefon/Internetkosten, Domiankosten (aber nur die, die auch Einnahmen erzielen bzw.die zur Gewinnerziehlungsabsicht betrieben werden), Du kannst Deinen Computer/Laptop, Drucker und sonstige Peripheriegerate (Neu/Gebrauchtkauf) abschreiben (AfA). Weiterhin Porto, Geschäftsessen, Geschäftsreisen usw. usw.

Du musst jedes Jahr beim FA eine EÜR abgeben. Mit diesem Programm ist das kein Problem.

Du darfst und solltest natürlich nie nur Verluste haben, etwas kaufmännisches Denken, auch im Hinblick auf die o.g. Anschaffungen/Betriebsmittel ist schon von Vorteil. In den ersten beiden Jahren wirst Du nur Verluste haben, das ist eher die Regel, aber ein stetiger Einnahmeverlauf sollte erkennbar sein.

Das die "Verluste" die Du hast, sich steuermindernd auf Dein Arbeitnehmer-Einkommen auswirken, brauche ich ja nicht extra zu erwähnen ;-)

Wenn Du natürlich nur EUR 50.-/Monat mit AdSense machst, brauchst Du den ganzen Spökenkram erst gar nicht anfangen. Liegt die Summe um einiges höher ist ein Kleingewerbe anzuraten.



Was ist eigentlich aus der Offiziershochschule "Karl Liebknecht" geworden?


Gruß Uwe


Alles natürlich keine Rechts-oder Steuerberatung ;-)

22.03.2008 09:36 | geändert: 22.03.2008 11:04

8 Jörg

Die Nachhaltigkeit der Einnahmen ist denke ich auch ein wichtiges Kriterium. Der Verkauf der Kamera ist einmalig, die Einnahmen aus AdSense dagegen laufen über einen längeren Zeitraum.

22.03.2008 10:13

9 User 510 (Ex-Mitglied)

Zitat von Gustafsson
Was ist eigentlich aus der Offiziershochschule "Karl Liebknecht" geworden?

Seit 1991 befindet sich auf diesem Gelände (Schwedenschanze) die Fachhochschule der Hansestadt Stralsund.
Von der ehemaligen Offiziersschule ist, meines Wissens, kein Gebäude mehr im ursprünglichen Charakter vorhanden (außer das Pförtnerhäuschen), da dort jetzt natürlich viele moderne Neubauten bzw. total renovierte Gebäude stehen.
Ein Teil der Liegenschaft wird dazu vom Berufsförderungswerk, einem Hotel, einem Callcenter sowie von der Deutschen Rentenversicherung Bund (ehemals BfA) genutzt (alles Neu-/Umbauten).

---

Zurück zum eigentlichen Thema:
Danke für eure Antworten, ihr habt mir auf jeden Fall weitergeholfen!


Grund meiner Fragerei ist die im Profil angegebene Website.

22.03.2008 10:38 | geändert: 22.03.2008 10:39

10 Gustafsson

Schade drum... irgendwie

Gruß Uwe

22.03.2008 11:05

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