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Botnets missbrauchen Google AdWords

1 Mario

...wenn die Bots klicken statt der Besucher! ein brisantes Thema, was Google echt herausfordert, wollen sie nicht ihre Adwords-Kunden verlieren. Deshalb ist es vorsichtiger, Adwords nur auf Suchseiten einzusetzen und die Werbung auf textbasierten Seiten zu unterlassen (Adsense).

Bericht in englischer Sprache

oder

in Deutsch

Mario

30.05.2006 12:47

2 Jörg

Deshalb ist es vorsichtiger, Adwords nur auf Suchseiten einzusetzen und die Werbung auf textbasierten Seiten zu unterlassen (Adsense).

Man kann als Adwords-Kunde aber auch noch gezielt bestimmte Webseiten, die man für vertrauenswürdig hält, aussuchen (über den Link "auf dieser Seite werben")

30.05.2006 19:25

3 Mario

das wird aber dem bot ziemlich egal sein und weiterhin für den Werbeträger und Google punkten, auf Kosten des Adwords-Kunden. Da ist der Ausdruck "vertrauenswürdig" wohl hinfällig, ausser es sind geschlossene Webpräsenzen.

Mario

30.05.2006 22:42

4 Lotti

Hi Mario,

da muss sich dann aber Google drum kümmern. Webmaster haben da wenig Möglichkeiten etwas dagegen zu machen. Oder doch?

Liebe Grüsse

Lotti

30.05.2006 22:48

5 Jörg

das wird aber dem bot ziemlich egal sein

Die Bots führen aber kein Eigenleben, sondern verfolgen einen Zweck, den ihnen der Programmierer eingeimpft hat:

a) die Bots sollen die Werbeeinnahmen bestimmter Webseiten erhöhen. Vertrauen heißt: du traust es einer bestimmten Webseite nicht zu, dass sie solche Mittel einsetzt.

b) die Bots soll einen Adwords-Kunden (als Konkurrenten) schädigen - das kann er auch auf den Suchergebnisseiten

c) die Bots sollen einen AdSense-Teilnehmer (als Konkurrenten) schädigen. Da ist es unwahrscheinlich, dass hier ein Botnetz zum Einsatz kommt, denn der Konkurrent möchte ja, dass der Missbrauch von Google aufgedeckt wird

30.05.2006 23:23 | geändert: 30.05.2006 23:27

6 Mario

Jörg das ist Theorie... es gibt genügend Irre in diesem Netz, die aus solchen Methoden keinen Nutzen haben oder suchen. Sie sind krank und ziehen gegen das System Adwords/Adsense oder andere, die Geschädigten können all jene sein die dort mitmachen. Dabei wird eine sogenannt vertrauenswürdige Seite genau so aufgesucht wie jede andere auch.

Mario

31.05.2006 08:06

7 Jörg

Auch in solch einem Fall wären die AdWords-Schaltungen auf Suchergebnisseiten von Google nicht sicherer als diejenigen auf Seiten von AdSense-Teilnehmern. Auch hier wäre eine Empfehlung für eine Beschränkung auf Suchergebnisseiten also nicht wirklich hilfreich. Diese Unterscheidung würde eigentlich nur in dem von mir aufgeführten Fall a) helfen und dort kann man gegebenenfalls auch mithilfe des Links "auf dieser Seite werben" Einschränkungen vornehmen. Wenn du aber meinst, dass Vertrauen in jedem Fall hinfällig wäre, dann wäre es die logische Konsequenz, überhaupt kein AdWords mehr zu schalten.

31.05.2006 09:12

8 Mario

Jörg ich habe den Unterschied von Adwords auf Suchseiten und Textseiten erlebt. Die Suchseiten sind in Googles Händen und werden mit Bestimmtheit besser überwacht als die Adsense-Seiten. Allein schon aus solchen Überlegungen heraus, habe ich Adwords auf Ergebnisseiten eingeschränkt. Missbrauch ist überall möglich auch dort, klar.
Blauäugig bin ich aber nicht und lasse mir auch nicht einsuggerieren, dass es für jederman zugängliche klickbetrugsichere Seiten gibt. Wenn es nicht die netbots sind dann halt die ehemaligen Teppichnüpfer oder die vielen Arbeitslosen. Dass dies auf Adsenseseiten viel einfacher zu bewerkstelligen ist, liegt wohl auf der Hand (siehe dazu auch im Zählrahmenforum, die sogenannt Unwissenden die sich, ohne es bemerkt haben zu wollen, in die Wüste führen liessen)



Mario

31.05.2006 09:34 | geändert: 31.05.2006 09:49

9 Mario

Hallo Lotti

Adsense dient doch offenbar vielen Webmastern als oft einzige Einnahmequelle. Sie erbauen flugs neue Webseiten, nur um darauf Adsense schalten zu können. Früher gab es noch Richtlinien die von Google auch durchgesetzt wurden. Heute erachte ich Adsense nicht mehr als eigentliche Werbeplattform die dem Besucher dient, sondern einzig und allein dem Seitenbetreiber und Google. Es ist so, als würde man an jeder Hauswand in Berlin sein eigenes Plakat aufkleben können, die Stadt-Regierung die Polizei aber darauf hinweist, dagegen nichts zu unternehmen.

Ich denke, dass diese Art Einnahmequellen nicht mehr lange so sprudeln wie auch schon. Stichworte: China-Klicks, Teppichknüpfer-Klicks, Net-bot-Klicks, Harz IV-Klicks, Arbeitslosen-Klicks. Jeder bereichert sich hemmungslos an den Werbenden. Wohin wird das führen? richtig: zum Kollaps!

Mario

31.05.2006 09:48 | geändert: 31.05.2006 09:51

10 Jörg

ich habe den Unterschied von Adwords auf Suchseiten und Textseiten erlebt.

"erleben" ist etwas subjektiv; was hast du denn konkret festgestellt?

Die Suchseiten sind in Googles Händen und werden mit Bestimmtheit besser überwacht als die Adsense-Seiten.

Der Adsense-Code befindet sich auch bei AdSense-Seiten auf den Servern von Google und wird über ein JavaScript von dort geladen. Sie können die Zugriffe also genauso überwachen, und werden dies wohl auch tun

Blauäugig bin ich aber nicht und lasse mir auch nicht einsuggerieren, dass es für jederman zugängliche klickbetrugsichere Seiten gibt.

Die gibt es sicher nicht, weder auf privaten Seiten noch auf den Suchergebnisseiten von Google

Dass dies auf Adsenseseiten viel einfacher zu bewerkstelligen ist, liegt wohl auf der Hand (siehe dazu auch im Zählrahmenforum, die sogenannt Unwissenden die sich, ohne es bemerkt haben zu wollen, in die Wüste führen liessen)

Damit meinst du den von mir geschilderten Fall c)? Die betreffenden Fälle beweisen, dass Google imstande ist, die Zugriffe auch über externe Seiten zu überwachen (s.o.), sonst wären dies Fälle ja nicht aufgedeckt worden. Aber möglicherweise trifft bei dem ein oder andern ja auch Fall a) zu

Ich möchte dir hier aber nicht einreden, dass alle externen Seiten genauso gut sind wie die Suchergebnisseiten von Google, das ist sicher nicht der Fall, und da spielen ja auch noch andere Faktoren eine Rolle. Ich denke aber, dass eine Differenzierung bei den Adsense-Teilnehmern sehr wohl Sinn machen kann.

31.05.2006 09:58 | geändert: 31.05.2006 10:00