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Microsoft schlägt neuen Kompatibilitäts-Modus vor

Wie der IE 8 kompatibel zum IE 6 und zu den Webstandards gemacht werden soll

1 Jörg

Bei der Entwicklung des Internet Explorer 8 verfolgt Microsoft zwei Ziele, die sich des öfteren nur schwer miteinander vereinbaren lassen:

1. Abwärtskompatibilität zum IE 6, damit auch Webseiten "korrekt" angezeigt werden, die speziell auf diese Browserversion hingebogen wurden

2. Bessere Unterstützung der Webstandards, so soll der IE 8 den Acid-2-Test bestehen

Als Problemlösung schlägt Microsoft die Verwendung einer neuen Meta-Angabe vor, um dem IE 8 zu signalisieren, dass er das HTML-Dokument standardgerecht rendern soll:

<meta http-equiv="X-UA-Compatible" content="IE=8" />

via golem: Internet Explorer - Standards machen Microsoft Probleme

A List Apart: Beyond DOCTYPE: Web Standards, Forward Compatibility, and IE8

22.01.2008 13:43 | geändert: 22.01.2008 13:48

2 mark

Als Problemlösung schlägt Microsoft die Verwendung einer neuen Meta-Angabe vor, um dem IE 8 zu signalisieren, dass er das HTML-Dokument standardgerecht rendern soll:

Oh! Mal wieder ein neues Tag für den IE.
Die Conditional Comments waren wohl noch nicht genug?

Wenn die Redmonder was vernünftiges machen wollen, dann sollten sie mal ganz tief in die Tasche greifen und Opera kaufen.

22.01.2008 15:57

3 Jörg

Was ich vor allem an dieser Meta-Angabe problematisch finde: der Normalfall wäre demnach die Darstellungsweise des IE 6, denn nur dann bräuchte ich nichts angeben. Das standardkonforme Rendering wäre dagegen ein Sonderfall, der die Meta-Angabe erfordert.

Wenn die Redmonder was vernünftiges machen wollen, dann sollten sie mal ganz tief in die Tasche greifen und Opera kaufen.

Oh nein, bitte nicht meinen Lieblingsbrowser :(

22.01.2008 16:48

4 mark

Vernünftig wäre es aber. AOL hat ja auch irgendwann eingesehen, dass es nicht sinnvoll ist einen Browser mit Gewalt am Leben zu erhalten.

Für mich als Webdesigner Webworker ist der IE sowieso nur noch eine Randerscheinung, bzw kümmere ich mich bicht mehr um Versionen vor IE7 un dich halte es so wie mit dem Netscape 4.x damals.
Solang man es irgendwie erkennt, ist es ok.

Oder wie heisst es heute so schön bei heise zur Migration des Arbeitsamtes auf Linux als begründung für den Schritt:

da die vorherige Kombination aus Windows NT und Internet Explorer bei der Darstellung aktueller Medieninhalte und der Unterstützung moderner Hardware mit der technologischen Entwicklung nicht mehr Schritt halten konnte

Bye Bye IE.
Es waren schöne und manchmal auch aufregende Jahre, aber Liebe ist es nie geworden

RIP
:-)

22.01.2008 18:46

5 Jörg

Vernünftig wäre es aber.

Aus Sicht Microsofts und der Webworker vielleicht - aber nicht aus Sicht der Opera User ;)

AOL hat ja auch irgendwann eingesehen, dass es nicht sinnvoll ist einen Browser mit Gewalt am Leben zu erhalten.

AOL hatte mit seinem Schaukelkurs auch einen Anteil daran, dass Netscape den Bach runterging. Sie hätten z.B. den AOL-Browser auf Netscape aufsetze können - warum haben sie das nicht getan?

kümmere ich mich bicht mehr um Versionen vor IE7 un dich halte es so wie mit dem Netscape 4.x damals.
Solang man es irgendwie erkennt, ist es ok.

Die sind dann ja irgendwann auch nicht mehr das Problem. Allerdings ist man dann genötigt, diese Meta-Angabe einzubauen, wenn der IE 8 nicht ebenfalls Abstriche machen soll

22.01.2008 19:14 | geändert: 22.01.2008 19:15

7 Rudy

Was ich vor allem an dieser Meta-Angabe problematisch finde: der Normalfall wäre demnach die Darstellungsweise des IE 6, denn nur dann bräuchte ich nichts angeben. Das standardkonforme Rendering wäre dagegen ein Sonderfall, der die Meta-Angabe erfordert.
Du hast was anderes erwartet? Du Optimist ^^ Es war sonnenklar, dass es wieder den standardkonformen Websites an den Kragen geht, nicht den N00b-Quirks.

Und die Idee, Opera zu kaufen, ist einem User im IE-Blog gekommen. Dort hieß es aber, sie sollten die Trident-Engine ausmustern und die Opera-Engine einpflanzen. Den ganzen Konzern zu kaufen... das wäre mir auch zuviel. Aber die Opera-Engine in IE... da würde ich nicht meckern :)

22.01.2008 20:30

9 Rudy

Laut Peter Paul Koch von quirksmode.org ist das Standardverhalten von IE8, im Modus von IE7 zu arbeiten, korrekt. Entgegen allen Kritiken, MS behindert dadurch weiterhin die Durchsetzung der Webstandards, ist PPK's Hauptargument, dass Webentwickler, die nicht nach den Standards arbeiten (können), alle Hilfe benötigen, die sie bekommen können. Entwickler, die sich der Standards bewusst sind, wissen um den Meta-Switch und werden ihn einsetzen. Microsoft tut alles für die Abwärtskompatibilität und steht dafür ein, während bei W3C und den Browser-Herstellern niemand eine Vorwärtskompatibilität garantieren kann, Vorwärtskompatibilität bei Einhaltung der Standards sei nur eine Theorie.

Quelle: quirksblog

10.02.2008 15:46 | geändert: 10.02.2008 15:46

10 Jörg

dass Webentwickler, die nicht nach den Standards arbeiten (können), alle Hilfe benötigen, die sie bekommen können.

Die können sie doch bekommen, z.B. in Webmasterforen wie diesem. Das Problem besteht ja schon länger, in Firefox u.a. Browsern werden die Seiten vermutlich nicht so dolle ausschauen, in solchen Fällen handelte es sich deswegen vermutlich eher um ein Nicht-Wollen denn um ein Nicht-Können. Was die für den IE 6 produzierten Intranet-Seiten anbelangt, müssen diese dann halt weiter mit dem IE 7 betrachtet werden oder eben angepasst werden. Warum sollen nun gerade die anderen, die keine Fehler gemacht haben, diese Fehler kompensieren?

Vorwärtskompatibilität bei Einhaltung der Standards sei nur eine Theorie

Genau damit wird die Vorwärtskompatibilität erst zur bloßen Theorie gemacht.

11.02.2008 08:57 | geändert: 11.02.2008 09:01