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neues Asylgesetz: Die Schweiz zeigt wie es gemacht wird [2]

11 Christian

Natürlich wurden von diversen Politikern populistische Aussagen gemacht. Nach meinem Verständnis ist Populismus schlicht und einfach, nach den einfachsten Gedankengängen zu reden, damit der Empfänger der Nachricht eine fixfertige, einfachste Meinung hat die er versteht und demnach auch selber vertreten kann.

Die Verwendung an und für sich ist nicht schlecht, das wird seit den alten Griechen immer wieder praktiziert. Wenn Populismus jedoch falsch angewendet wird, nur der Einfachheit halber missbraucht, können die Auswirkungen fatal sein. Bei uns eigentlich nicht so schlimm, der Souverän muss sich dann selber an der Nase nehmen. Werden jedoch Politiker mit populistischen Aussagen resp. dank derer gewählt und der Souverän kann die Entscheidungen dieser Politiker nicht mehr korrigieren, können die Auswirkungen wesentlich ungünstiger sein.

Naja, solange wir immer wieder Steuererhöhungen zustimmen, kann es nicht so schlecht sein um uns . . . . ;)

Gruss aus der Schweiz
Christian

---- nix Signatur

25.09.2006 22:18

12 Jörg

Nach meinem Verständnis ist Populismus schlicht und einfach, nach den einfachsten Gedankengängen zu reden, damit der Empfänger der Nachricht eine fixfertige, einfachste Meinung hat die er versteht und demnach auch selber vertreten kann.

In dem Sinne würde ich eine Vereinfachung auch nicht zwangsläufig als negativ einstufen - solange sachliche Argumente nicht durch Emotionen ersetzt werden. Und man sollte es mit solchen Vereinfachungen m.E. auch nicht allzu sehr übertreiben - manche Problemfelder haben halt auch eine gewisse Komplexität, die man nicht ignorieren kann, wenn man angemessene Lösungswege entwerfen möchte

26.09.2006 00:28 | geändert: 26.09.2006 00:31

13 Mario

ich weiss schon was das Wort "populistisch" bedeutet und wie es in diesem Zusammenhang hier gemeint war. Jede Volksabstimmung ist populistisch, egal um welches Abstimmungsthema es sich handelt.
Was die Flüchtlingsgesetze in Europa anbelangt, so ist nur Holland in einer ähnlichen Position wie es die Schweiz ist. Wenn ich mich richtig erinnere, gehört Holland zur EU. Solange die EU noch nicht mal eine gemeinsame Verfassung hat und dieser Umstand auch schön unter den Teppich gekehrt wird, ist Europa ein loser Staatenbund, mehr nicht. Aber die Grössenwahnsinnigen annektieren auch weiterhin stark unterentwickelte Länder, ungeachtet auf die kommenden Auswirkungen für die Altmitgliedsstaaten. Zu diesen Problemen addieren sich dann noch die "falschen" Flüchtlinge und fertig ist die schöne und offenbar gewünschte Multikulti-Euro-Gesellschaft. Viel Spaß noch... und bitte zeigt Verständnis, wenn die Arbeit verlegt und die noch verbleibende etwas anders aufgeteilt wird.

LG von Mario

26.09.2006 08:40 | geändert: 26.09.2006 08:41

14 Jörg

Naja, offensichtlich gibt es mehrere verschiedene Verwendungen des Wortes Populismus. Ich kannte bislang halt nur die negative Verwendung - so wie sie auch im ersten Absatz in Wikipedia beschrieben ist. Weiter unten auf der Wikipediaseite steht aber auch, dass der Begriff nicht so eindeutig zu definieren ist, und z.B. in der USA gar nicht mal so negativ besetzt ist - und das trifft anscheinend auch auf die Schweiz zu :). Das ist dann aber wohl auch nur ein semantisches Problem

Was mich etwas stört, ist, dass diese Diskussion in Teilen etwas schwarz-weiß verläuft. Wenn man die Frage des Kriteriums der Passlosigkeit kritisch sieht, dann folgt daraus nicht automatisch, dass man andere Punkte der Gesetze ablehnen würde oder eine Aufnahme bestimmter Kandidaten in die EU befürwortet - das sind für mich unterschiedliche Themen, die m.E. auch getrennt behandelt werden sollten

26.09.2006 10:09

15 Christian

Auf jeden Fall sind die Verantwortlichen der EU auf der Suche nach einem System, mit dem die Bürger wieder mehr Vertrauen fassen. Gem. unseren Medien sind einige hochrangige Vertreter daran, das Schweizer System zu studieren und holen sich auch Inputs bei unseren Behörden. Insbesondere geht es um das föderalistische System, in dem Kantonen und Gemeinden sehr grosse Freiheiten zugestanden werden. Dabei gibt es zum Beispiel ein Gesetz, dass bei Abstimmungen auf Bundesebene auch die Mehrheit der Kantone für die Sache stimmen muss, ansonsten die Vorlage am Ständemehr (Stände = Kantone = Bundesländer in D) scheitert. Dies wäre vor allem für die kleineren Länder in der EU eine Chance. Im Moment sehe ich die EU als Wirschaftsbündnis und, sorry für den Ausdruck, Bürokratenarbeitsbeschaffungsmassnahme. Politisch hat die EU nicht annähernd das Gewicht, dass ihr eigentlich zustehen sollte.

Sobald hier etwas steht, das die Bürger mittragen, wird auch das Problem mit der Neuaufnahme anderer Staaten relativiert. Dann müssen die Politiker nicht mehr nach schönen Worten suchen sondern können einfach sagen: Bitte schön, wir sind dafür. Die Bürger der EU haben aber das letzte Wort.

Mal gucken . . . wie das dann aussieht mit den Ausweispapieren . . . ;)

Naja . . wir setzen mal unsere neuen Gesetze um und schauen weiter. Evtl. ändern wir das wieder. Einfach abstimmen, fertig. Das Volk hat entschieden, das Volk hat immer Recht. -_-

---- nix Signatur

26.09.2006 10:21

16 Mario

@Jörg

Desswegen einen separaten Thread zu eröffnen ist meiner Meinung nach nicht nötig. Nun bringe ich meine Gedanken aber schnell zum Schluß und sage dazu nur noch:

Die Probleme mit der Aufnahme "schwacher" Staaten in die EU und das der unechten Flüchtlinge gehen einher. Kern-Europa wird zusehends entvölkert und durch andere Sippen und Völker substituiert. Welche Probleme damit verbunden sind, brauche ich hier ja wohl nicht zu erklären. Da bin ich ganz froh, wenn es noch Länder in Europa gibt, die ihre Ursprünglichkeit verteidigen. Der schleichende Prozess in Europa wird leider nicht erkannt oder will nicht erkannt werden. Eines Tages kippt das Boot und ist unmanöverierbar. Dann kommen die "Haie" und fressen Euch auf.


LG von Mario

26.09.2006 13:42

17 Jörg

Desswegen einen separaten Thread zu eröffnen ist meiner Meinung nach nicht nötig.

OK, dann möchte ich dir nochmal versuchen zu erklären, warum ich dies in diesem Fall doch für notwendig halte. Ich hatte die neuen Schweizer Gesetze genau an einem Punkt kritisiert und nicht in ihrer Gesamtheit und zu der EU-Erweiterung hatte ich mich überhaupt nicht geäußert. Mit dieser Aussage:

und bitte zeigt Verständnis, wenn die Arbeit verlegt und die noch verbleibende etwas anders aufgeteilt wird.

und

Dann kommen die "Haie" und fressen Euch auf

... hast du aber ja zum Ausdruck gebracht, dass man schon bei geringfügiger Kritik an diesen Gesetzen für einen von dir prophezeiten Untergang des Abendlandes mitverantworlich ist. Denn du kennst meine Meinung zur EU-Erweiterung und den anderen Punkten der Schweizer Gesetze ja noch gar nicht? Um diese zu kennen, müssten wir erst einmal über diese Punkte reden. Und zwar deswegen getrennt, weil es mir wichtig ist, die Dinge differenziert zu betrachten. Vielleicht reagiere ich da etwas empfindlich, aber ich mag es halt nicht, wenn man mich anhand nur eines Statements in eine größere Schublade packt. Oder gibt es für dich nur schwarz und weiß?

Wenn du die einzelnen Punkte für dich in einen größeren Zusammenhang stellen möchtest, ist das aber natürlich ok.

Noch eine Anmerkung:

Kern-Europa wird zusehends entvölkert und durch andere Sippen und Völker substituiert.

Wir können hier gerne über kulturelle Unterschiede, Probleme bei der Integration reden, und darüber, wieviel Zuwanderung man einer eingesessenen Bevölkerung zumuten kann. Die völkische Sichtweise ist ehrlich gesagt aber nicht so mein Ding und bei dem Vokabular bekomme ich auch schon leichte Magenschmerzen. Es wäre mir lieb, wenn wir hier über die Menschen und deren Gemeinwesen reden, und Begrifflichkeiten, die an Sichtweisen der Dreißiger Jahre erinnern, bei diesem heiklen Thema vermeiden

27.09.2006 01:35 | geändert: 27.09.2006 02:09

18 Jörg

@Christian,

das hört sich jedenfalls nicht schlecht an, und ich würde es auch begrüßen, wenn die EU am Vorbild der Schweiz etwas mehr Demokratie wagen würde. Wobei dies sicher auch ein Lern-Prozess voraussetzt - die EU ist ja noch ein recht junges Gemeinwesen - und die Politiker müssen lernen, ein Stück Macht an die europäischen Bürger zurückzugeben, und die Bürger müssen lernen, dass direkte Wahlen für sie eine andere Verantwortung mit sich bringen

27.09.2006 03:00

19 Mario

Die völkische Sichtweise ist ehrlich gesagt aber nicht so mein Ding und bei dem Vokabular bekomme ich auch schon leichte Magenschmerzen. Es wäre mir lieb, wenn wir hier über die Menschen und deren Gemeinwesen reden, und Begrifflichkeiten, die an Sichtweisen der Dreißiger Jahre erinnern, bei diesem heiklen Thema vermeiden

Lieber Jörg

Deine Anspielungen sind völlig deplaziert. Keine Angst, ich bin nicht in Nazideutschland aufgewachsen sondern in der ältesten Demokratie der Welt. Was der Auslöser für die "30-er Jahre" Sichtweise war, solltest Du eigentlich besser wissen. Wenn Dir das offene Wort Magenschmerzen bereitet, dann lassen wir es einfach sein. - punctum -

LG von Mario

27.09.2006 08:00

20 Christian

Also, man nehme ein Wort und setze es in ein Forum und schon . . .


Hier fällt mir ein . . das Wort Führer wird vereinnahmt von jemandem, der es nicht verdient. Aus diesem Grund sollte das Wort nciht mehr benutzt werden.

Wie sieht das aus mit dem Olympia-Stadion in München? Worte werden verbannt, Kultstätten nicht?


Mario: Was ist denn die älteste Demokratie der Welt? Amerika? Griechenland? Schweiz?



Die Diskussion ist interessant hier . . . macht mir Spass :)


---- nix Signatur

27.09.2006 08:06